Maßnahmen Waldumbau   •  Waldumbau-Grundlagen   •  Waldumbau-Umsetzung Sandtrockenrasen Feuchtheiden Offenlandentwicklung Gewässer Artenschutz   •  Brachpieper   •  Wiedehopf   •  Ziegenmelker   •  Gipskraut   •  Mondraute Hüteschafhaltung Besucherlenkung

Um die Maßnahmen für den Waldumbau, die auf der Grundlage des Pflege- und Entwicklungsplanes beruhen, auf den Eigentumsflächen der Lausitzer Seenland gGmbH effektiv durch zuführen, werden zunächst möglichst großflächige und zusammenhängende Komplexe gebildet.


Maßnahmekomplex Partwitz mit Waldumbaubereichen - hier klicken zum Vergrößern der Karte   

Innerhalb der zusammenhängenden Komplexe werden dann verschiedene Waldumbaubereiche nach bestimmten Kriterien ausgewählt. Dabei spielen Punkte, wie die geeigneten Standortbedingungen für die Zielwälder, die Gesundheit und die Struktur des bestehenden Waldes eine wichtige Rolle.


Schadbild des Wurzelschwammes Kippe Partwitz

In der weiteren Begleitung der Waldentwicklung werden die Waldkomplexe mit strukturfördernden, sowie vitalitäts- und qualitätsorientierten Maßnahmen gepflegt. Für eine vielfältige Entwicklung der Wälder werden zudem die Waldränder durch gezielte Auflichtungen strukturiert. Wobei die Belassung von breiten Säumen für unterschiedliche Kräuter und Gräser sowie die Anlage von Stubben- oder Reisigwällen, welche Kleintiere gerne als Überwinterungsquartiere nutzen, keine Seltenheit darstellen.


links - Bestandssanierung Kippe Partwitz; rechts - Bestandssanierung Kippe Partwitz

Um die gegebenen einförmigen Waldstrukturen aufzulösen, werden durch Auflichtungen Verjüngungskerne geschaffen, welche dann mit den gewünschten Zielbäumen, wie Trauben- und Stieleichen, Winterlinden oder Hainbuchen bepflanzt oder besäht werden. Um den Jungbäumen eine möglichst ungestörte Entwicklungschance zu geben, werden diese Waldumbaubereiche anschließend zum Schutz vor Wildverbiss umzäunt.


links - Pflanzmaßnahmen Kippe Bluno; rechts - Waldrandpflanzung Kippe Partwitz

Doch bei der gezielten Waldentwicklung wird nicht nur auf menschliches Eingreifen zurückgegriffen. So sind die Nutzung der Schadbereiche des Wurzelschwammes (Bestandeslücken) als Verjüngungskerne sowie der Einsatz der "unterstützen Hähersaat" der Eiche durch den Eichelhäher, gängige Methoden des Waldumbaus im Naturschutzgroßprojekt.


links - "Hähertankstelle "Kippe Bluno"; rechts - Traubeneicheln in Hähersaatkiste

Die Hähersaat wird durch das Aufstellen von mit Eicheln befüllten Holzkisten als Ersatz für die im Gebiet nicht vorhandenen Mutterbäume ermöglicht, wobei das natürliche Verhalten des Eichelhähers, der sich im Boden Nahrungsdepots mit Eicheln schafft, genutzt wird.

Vorher-Nachher-Vergleich
läuft selbständig als Flash-Animation ab

Für den Inhalt dieser Seite ist eine neuere Version von Adobe Flash Player erforderlich.

Adobe Flash Player herunterladen

nach oben

Freistaat Sachsen Lausitzer Seenland Sächsischer Heimatschutz Landkreis Bautzen Naturschutzinstitut PARITÄTISCHE Freiwilligendienste Sachsen gGmbH Lebendige Seen