Viele Jahre wurden die Regionen mit ehemaligem Tagebaubetrieb als die umweltgeschädigtsten Gebiete in den neuen Bundesländern angesehen. Nach zahlreichen Studien, welche in Fachtagungen die Behauptung von "nutzlosen Wüsten" widerlegen konnten, stieg auch das öffentliche Interesse an diesen Gebieten. Dabei standen vor allem die land-, forst- und wasserwirtschaftliche Nutzung, die Erholungsnutzung, sowie der Naturschutzwert und das Naturschutzpotenzial im Vordergrund des Interesses.
 
Blunower SüdseeNachdem sich im Jahr 1997 der Dt. Rat für Landespflege und das Bundesamt für Naturschutz Leipzig dem Thema angenommen hatten, wurden die Chancen und Probleme der Mitteldeutschen und Lausitzer Braunkohletagebaulandschaft aus der Sicht von Naturschutz und Landespflege das erste mal bedacht. Hierbei wurden Sicherungs- und Entwicklungsziele sowie Rahmenbedingungen für die Umsetzung erläutert und Empfehlungen für Handlungsfelder und Handlungsebenen zusammengefasst.
 
Nachdem Landschaftsanalysen mit der Entwicklung neuer Leitbilder für Bergbaufolgelandschaften verknüpft wurden, erschloss sich die Erkenntnis, das neben der bergrechtlich geforderten Sicherungs- und Sanierungsarbeit, nicht nur der größtmögliche Wiederanschluss an die benachbarten unverletzten Kulturlandschaftsflächen das eigentliche Ziel sein sollte, sondern ebenso die Erhaltung und die Entwicklung der Eigenarten und Potenziale dieser noch jungen großräumigen Landschaften.
 
Daraus ergab sich die Erstellung eines Pflege und Entwicklungsplans für ein Naturschutzgroßprojekt, welcher die Möglichkeiten des Schutzes und der Entwicklung der herausragender Arten- und Biotopausstattung aufzeigt.
 
Hierin wurden unterschiedliche Formen geeigneter und umweltgerechter Bewirtschaftung und Pflege aufgezeigt, welche einer nachhaltigen ökologischen Entwicklung entgegenkommen und somit die Naturschutzwerte der Bergbaufolgelandschaft erhalten sollen.
 
Die Ziele des Naturschutzgroßprojektes liegen dabei vor allem in der Anwendung neuartiger Pflege- und Schutzstrategien, wie großflächiger Prozessschutz, großflächige Beweidungssysteme mit alten Haustierrassen, Entwicklung großflächiger Biotope und dem Schutz von unterschiedlichen vom Aussterben bedrohter Tiere und Pflanzen.
 
Um diese Ziele zu verwirklichen, wurde im Jahr 2001 die gemeinnützige GmbH Lausitzer Seenland mit Sitz in Elsterheide gegründet.
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